Discussion:
Roger Waters Konzert in Berlin
(zu alt für eine Antwort)
Rainer Bartels
2006-06-12 05:58:49 UTC
Permalink
Wer war dort...?

Rainer

------

Pink-Floyd-Legende kehrt an die "Wall" zurück

14.000 Fans begeisterte Roger Waters beim einzigen Deutschlandkonzert in
Berlin. Der Mitbegründer der legendären Band Pink Floyd ließ die dunkle
Seite des Mondes aufleben.

Altrocker haben Konjunktur
Auch Roger Waters. Bei schönstem Wetter strömten am Donnerstagabend rund 14
000 Besucher zum einzigen Deutschlandkonzert des 62-jährigen
Pink-Floyd-Mitgründers in die Berliner Freilichtbühne Wuhlheide. Geboten
wurde wie gewohnt ein fast dreistündiges perfektes Zusammenspiel aus
Klangexperimenten, Bühnen-, Licht- und Videoschau. Bis der Funke auf das
meist sitzende Publikum übersprang - viele hatten Waters in den 70ern noch
als Teil von Pink Floyd erlebt -, dauerte es allerdings eine gute Stunde.

Tausend Stimmen singen mit
Mit einem Feuerwerk-Vorhang vor der Bühne wurde das Spektakel eröffnet.
Andächtig saugte das Publikum mit Blick auf Feuerfontänen und skurrile
Videosequenzen die experimentellen Klänge auf: "Wish you were here", "Shine
on you Crazy Diamond" - erste Fans wippten sich vorsichtig ein. Bei "A
Perfect Sense" brachen dann die Dämme: Aus tausenden Kehlen ertönten die
Liedzeilen, auf den Sitzbänken tanzten Paare, Bilder einer Mondlandung
flimmerten über die Leinwand, im bunt zuckenden Licht schwebte ein Astronaut
über den Köpfen der Musiker.

Perfekter Techniker
Pünktlich zur zweiten Konzerthälfte strahlte der Mond über dem geschwungenen
Zeltdach der Bühne. Das mit rund 40 Millionen verkauften Platten legendäre
Pink-Floyd-Album "The Dark Side of the Moon" (1973) stand nun auf dem
Programm. Der Sänger und Bassist Waters drehte mit seinen zehn
Musikerkollegen nun richtig auf. Die gefühlvoll leidende Miene zeigte, dass
er den Spaß an den Auftritten auch nach 40 Jahren Musiker-Karriere nicht
verloren hat. Am beherzten Griff in die Saiten war zu hören, wie vollkommen
er die Technik noch beherrscht.

Konflikt mit Gilmour
In seiner Zeit bei Pink Floyd galt Waters als der künstlerische Kopf der
Gruppe. Als Haupt-Liederschreiber geriet er aber in Konflikt mit David
Gilmour, der 1968 für den wegen LSD-Konsums ausgeschiedenen Syd Barrett zu
der britischen Rockband stieß. 1985 eskalierte der Streit und Waters verließ
die Gruppe. Waters erklärte Pink Floyd für aufgelöst und startete eine
Solokarriere.

Historischer Ort Berlin
Kurz nach dem Mauerfall 1990 führte Waters die Pink-Floyd-Rockoper "The
Wall" in Berlin auf. Zu dem legendären Konzert auf dem noch nicht bebauten
Potsdamer Platz im ehemaligen Todesstreifen kamen mehr als 300 000 Menschen.
Für einen Auftritt beim Live-8-Konzert im Juli 2005 in London raufte sich
die Gruppe zuletzt nochmals zusammen. Seither ist Waters wieder allein auf
Tour.

Erlösung bei der Zugabe
Viele Worte verlor Waters auf dem Konzert mit Festivalatmosphäre nicht. Mit
"Willkommen" und "Dankeschön" war fast alles gesagt. Nur das vom
Irakkonflikt inspirierte Lied "Leaving Beirut" kündigte er mit einer kurzen
Anekdote aus seiner Jugendzeit an. Nach dem Pink- Floyd-Klassiker "Money"
fehlte zum krönenden Abschluss nur noch eins: "Another Brick in the Wall".
Doch erst in der Zugabe wurden die Fans für ihr geduldiges Warten erlöst.

Quelle:
http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:Roger-Waters-Pink-Floyd-Legende-Wall/562820.html
Peter Lindner
2006-06-12 22:08:24 UTC
Permalink
Hallo Rainer,
ich zum Beispiel war mit meiner Frau dort und habe mich schon "tierisch"
(war jetzt keine Anspielung auf den wahnsinnig tollen Sound bei "Sheep")
darauf gefreut. Angenehme Athmosphäre, tolles Wetter und Musik vom Feinsten.

Was mir, einmal ungeachtet von Rogers und Davids Konzert, in letzter Zeit
aufgefallen ist: Der Konzertbeginn der Gruppen, so wie er angekündigt ist,
wird größtenteils mit ein paar Minuten Verzögerung eingehalten. Wenn ich
mich an die 90er Jahre erinnere, war das eine richtige Unsitte, die Fans
teilweise bis zu 90 Minuten und mehr (z.B. bei Genesis auf dem Maifeld in
Berlin [war aber ein super Konzert !!!]) warten zu lassen. Klar ist die
Lichtshow im Dunkeln besser, aber dann soll man doch gleich sagen, Beginn
ist 22:30 Uhr. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Ich fand's prima, was Roger so dargeboten hat. DSOTM, von allen erwartet,
war ebenfalls Spitze. Da haben sich die Jungs und Mädels richtig ins Zeug
gelegt. Und das komplette Album einmal Live hören zu können, ist auch was
schönes. Na gut, die Presse schreibt, er hätte nicht viel gesagt. O.K., er
war ja auch nicht zum Dumm-Herum-Quatschen gekommen. Ich perönlich fands
prima, daß er zur Begrüßung auch ein paar "Brocken" auf deutsch sagte. Und
das reicht ja wohl.

Was mich während des Konzerts allerdings sehr gestört hat, und das habe ich
auch schon in verschiedenen Foren verstärkt gelesen, war das ständiger
"Herumgeistern" der Leute um sich Bier zu holen und reinzukippen. Das nervt
vielleicht !!! Ich bin zwar auch bekennender und leidenschaftlicher
Bierdrinker, aber an diesem Abend hab' ich mir's verkniiffen. Schließlich
war ich wegen Roger und der Musik da.



Grüße
Peter
Post by Rainer Bartels
Wer war dort...?
Rainer
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Pink-Floyd-Legende kehrt an die "Wall" zurück
14.000 Fans begeisterte Roger Waters beim einzigen Deutschlandkonzert in
Berlin. Der Mitbegründer der legendären Band Pink Floyd ließ die dunkle
Seite des Mondes aufleben.
Altrocker haben Konjunktur
Auch Roger Waters. Bei schönstem Wetter strömten am Donnerstagabend rund
14 000 Besucher zum einzigen Deutschlandkonzert des 62-jährigen
Pink-Floyd-Mitgründers in die Berliner Freilichtbühne Wuhlheide. Geboten
wurde wie gewohnt ein fast dreistündiges perfektes Zusammenspiel aus
Klangexperimenten, Bühnen-, Licht- und Videoschau. Bis der Funke auf das
meist sitzende Publikum übersprang - viele hatten Waters in den 70ern noch
als Teil von Pink Floyd erlebt -, dauerte es allerdings eine gute Stunde.
Tausend Stimmen singen mit
Mit einem Feuerwerk-Vorhang vor der Bühne wurde das Spektakel eröffnet.
Andächtig saugte das Publikum mit Blick auf Feuerfontänen und skurrile
Videosequenzen die experimentellen Klänge auf: "Wish you were here",
"Shine on you Crazy Diamond" - erste Fans wippten sich vorsichtig ein. Bei
"A Perfect Sense" brachen dann die Dämme: Aus tausenden Kehlen ertönten
die Liedzeilen, auf den Sitzbänken tanzten Paare, Bilder einer Mondlandung
flimmerten über die Leinwand, im bunt zuckenden Licht schwebte ein
Astronaut über den Köpfen der Musiker.
Perfekter Techniker
Pünktlich zur zweiten Konzerthälfte strahlte der Mond über dem
geschwungenen Zeltdach der Bühne. Das mit rund 40 Millionen verkauften
Platten legendäre Pink-Floyd-Album "The Dark Side of the Moon" (1973)
stand nun auf dem Programm. Der Sänger und Bassist Waters drehte mit
seinen zehn Musikerkollegen nun richtig auf. Die gefühlvoll leidende Miene
zeigte, dass er den Spaß an den Auftritten auch nach 40 Jahren
Musiker-Karriere nicht verloren hat. Am beherzten Griff in die Saiten war
zu hören, wie vollkommen er die Technik noch beherrscht.
Konflikt mit Gilmour
In seiner Zeit bei Pink Floyd galt Waters als der künstlerische Kopf der
Gruppe. Als Haupt-Liederschreiber geriet er aber in Konflikt mit David
Gilmour, der 1968 für den wegen LSD-Konsums ausgeschiedenen Syd Barrett zu
der britischen Rockband stieß. 1985 eskalierte der Streit und Waters
verließ die Gruppe. Waters erklärte Pink Floyd für aufgelöst und startete
eine Solokarriere.
Historischer Ort Berlin
Kurz nach dem Mauerfall 1990 führte Waters die Pink-Floyd-Rockoper "The
Wall" in Berlin auf. Zu dem legendären Konzert auf dem noch nicht bebauten
Potsdamer Platz im ehemaligen Todesstreifen kamen mehr als 300 000
Menschen. Für einen Auftritt beim Live-8-Konzert im Juli 2005 in London
raufte sich die Gruppe zuletzt nochmals zusammen. Seither ist Waters
wieder allein auf Tour.
Erlösung bei der Zugabe
Viele Worte verlor Waters auf dem Konzert mit Festivalatmosphäre nicht.
Mit "Willkommen" und "Dankeschön" war fast alles gesagt. Nur das vom
Irakkonflikt inspirierte Lied "Leaving Beirut" kündigte er mit einer
kurzen Anekdote aus seiner Jugendzeit an. Nach dem Pink- Floyd-Klassiker
"Money" fehlte zum krönenden Abschluss nur noch eins: "Another Brick in
the Wall". Doch erst in der Zugabe wurden die Fans für ihr geduldiges
Warten erlöst.
http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:Roger-Waters-Pink-Floyd-Legende-Wall/562820.html
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